Das erste Set der ESRS ist da!

Unternehmen, die in den Anwendungsbereich der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) fallen, müssen sich jetzt auf eine erweiterte Nachhaltigkeitsberichterstattung vorbereiten, denn die Europäische Kommission hat am 31.07.2023 den endgültigen Text des ersten Sets der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) veröffentlicht.

Erweiterung der CSR-Berichterstattung: CSRD und die doppelte Wesentlichkeit

Um die bisherige Nachhaltigkeitsberichterstattung zu verbessern, trat am 05.01.2023 die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) in Kraft. Die zuvor gültige Non-Financial Reporting Directive (NFRD) war lückenhaft und zeigte Defizite in Transparenz und Tiefe, so die Resultate von Studien des ⁠Umweltbundesamtes [1] und des Rechnungslegungs Standards Committee e.V.

Ökologische und soziale Auswirkungen des Homeoffice

Die radikale Umstellung auf die Arbeit von zu Hause, welche die Covid-19 Pandemie ab März diesen Jahres für viele Unternehmen mit sich brachte, hat neben wirtschaftlichen auch ökologische und soziale Dimensionen. Strom und Materialbedarf verlagert sich auf Privathaushalte, soziale Ungleichheiten reproduzieren sich und Mobilität erlebt eine Veränderung.

Entscheiden Richter statt Politiker über Klimaschutz?

Sie wohnen an einer Straße mit hoher Feinstaubbelastung? Dann klagen Sie doch einfach wegen Verletzung Ihrer Menschenrechte. Eine zu hohe Belastung der Luft mit Feinstaub erhöht nachweislich das Risiko für Atemwegserkrankungen, Herzinfarkte und Lungenkrebs. Damit wird das Menschenrecht auf Leben und Gesundheit verletzt. In Artikel 2, Absatz 2 des Grundgesetzes ist das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit festgeschrieben.

Mein Kollege, der Rassist

Viele Menschen erleben sie regelmäßig am eigenen Leib: rassistische Meinungsäußerungen sind in der deutschen Arbeitswelt leider nach wie vor keine Seltenheit. Meist als Witz getarnt, sind die Intentionen dahinter leicht abzustreiten. Verantwortliche Führungspersonen sind jedoch gut darin beraten, konsequent auf Hinweise zu reagieren. Doch was können Vorgesetzte tun, wenn sie mit rassistischen Kommentaren ihrer Angestellten konfrontiert werden?

Alternative Wirtschaftsmodelle leben

Der hamburger Getränkehersteller Premium Cola macht viele Dinge bewusst nicht so, wie sie im Lehrbuch der Betriebswirtschaft stehen – und hat trotzdem nachhaltig Erfolg. Das Unternehmen verzichtet auf Gewinne, ist basisdemokratisch organisiert und schließt keine Verträge mit Geschäftspartnern ab – und das aus Nachhaltigkeits-Sicht durchaus stichhaltigen Argumenten.

Im Dialog mit Veolia: Potenziale der Digitalisierung für nachhaltiges Wirtschaften

In der Debatte um die Industrie 4.0 und eine mögliche Verknüpfung von Digitalisierung und nachhaltigem Wirtschaften kursieren seit längerer Zeit verschiedene Meinungen über mögliche Zukunftstrends. Absolute Transparenz durch Blockchain-Technologien, Echtzeit-Audits bei Zulieferern oder die eigenständige Übernahme und Weiterentwicklung von Geschäftsprozessen durch künstliche Intelligenz – derartige Utopien bestehen, genaue Prognosen dazu traut sich jedoch kaum jemand zu und auch den klaren Durchblick scheinen die wenigsten zu haben. Grund genug, einen Blick auf die Möglichkeiten der Digitalisierung für nachhaltiges Wirtschaften zu werfen, die nicht in ferner Zukunft liegen, sondern in vielen Fällen schon längst Realität sind.

Den Lobbyismus zügeln

Der Austausch zwischen Politik und InteressensvertreterInnen ist für alle Beteiligten ein wesentlicher Grundpfeiler bei der Ausgestaltung von Regelungsvorhaben und eine Voraussetzung für die gesellschaftliche Kompromissfindung. In Deutschland bestimmt das öffentliche Verbänderegister bereits seit seiner Einführung im Jahr 1972 die Lobbyregeln, an die sich InteressensvertreterInnen halten müssen. Da diese bereits überholt sind, fordern Transparency Deutschland und der VCI, dass die Vorgaben der heutigen Zeit angepasst werden sollen.

Zum Business Case für CSR

Es gehört zum Einmaleins in der CSR-Beraterszene: potenzielle Kunden davon zu überzeugen, dass sich die Einführung von CSR-Management, also das Managen der unternehmerischen Verantwortung, langfristig rentiert. Argumentiert wird mit positiven Auswirkungen auf die Reputation, besseren Bedingungen auf dem Kapitalmarkt oder einer höheren Attraktivität als Arbeitgeber. Obwohl der Business Case (»CSR lohnt sich«) durchaus in Unternehmen zur Anwendung kommt, ist dessen Voraussetzung für die Auseinandersetzung mit CSR Ausdruck einer betriebswirtschaftlichen Denkweise, die das Konzept der Verantwortung pervertiert und marktliberalen Dogmen unterwirft.