Den Lobbyismus zügeln

Der Austausch zwischen Politik und InteressensvertreterInnen ist für alle Beteiligten ein wesentlicher Grundpfeiler bei der Ausgestaltung von Regelungsvorhaben und eine Voraussetzung für die gesellschaftliche Kompromissfindung. In Deutschland bestimmt das öffentliche Verbänderegister bereits seit seiner Einführung im Jahr 1972 die Lobbyregeln, an die sich InteressensvertreterInnen halten müssen. Da diese bereits überholt sind, fordern Transparency Deutschland und der VCI, dass die Vorgaben der heutigen Zeit angepasst werden sollen.

Zum Business Case für CSR

Es gehört zum Einmaleins in der CSR-Beraterszene: potenzielle Kunden davon zu überzeugen, dass sich die Einführung von CSR-Management, also das Managen der unternehmerischen Verantwortung, langfristig rentiert. Argumentiert wird mit positiven Auswirkungen auf die Reputation, besseren Bedingungen auf dem Kapitalmarkt oder einer höheren Attraktivität als Arbeitgeber. Obwohl der Business Case (»CSR lohnt sich«) durchaus in Unternehmen zur Anwendung kommt, ist dessen Voraussetzung für die Auseinandersetzung mit CSR Ausdruck einer betriebswirtschaftlichen Denkweise, die das Konzept der Verantwortung pervertiert und marktliberalen Dogmen unterwirft.